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Der Impfstoff gegen Schweinegrippe weckt überraschend Hoffnung. Von Volkart Wildermuth. SWR2 Campus vom 19.05.2012.
Die Impfung gegen die Schweinegrippe-Pandemie anno 2009 war ein gigantischer Flop. Mehr als 30 Millionen Impfdosen lagen für die Bundesbürger bereit, aber kaum jemand wollte sich pieksen lassen. Und das war offenbar auch gut so. Denn die Schweinegrippe ist einerseits weitestgehend harmlos verlaufen. Andererseits wird jetzt diskutiert, ob etliche Fälle von Narkolepsie - vor allem bei jüngeren Menschen - womöglich durch den Impfstoff Pandemrix ausgelöst worden sind. Drei Studien aus Schweden, Finnland und Irland deuten zumindest darauf hin.
Und doch hat die Impfung gegen die Schweinegrippe offenbar auch ihr Gutes gehabt. Kanadische Forscher haben danach nämlich etwas Überraschendes beobachtet. Und das nährt jetzt die Hoffnung, dass es irgendwann vielleicht doch mal so etwas wie einen Universal-Impfstoff gegen alle Grippe-Viren geben könnte. (ÜN: DLF, Forschung aktuell, 14.05.2012, 16.35 Uhr)
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Eine Studie widerlegt Vorurteile und Propaganda. Von Anja Braun. SWR2 Campus vom 19.05.2012.
Fast jeder zweite Medizinstudent erwägt, nach dem Studium nicht Arzt zu werden. Dieses Ergebnis einer Umfrage unter 20.000 Studierenden hat die Ärzteorganisation Hartmannbund erst vor knapp zwei Wochen verbreitet. Das sei "bei einem so beliebten Studiengang wie der Humanmedizin ein Armutszeugnis für all jene, die für die Rahmenbedingungen der ärztlichen Ausbildung und Berufsausübung verantwortlich sind." Sagte ein Vertreter des Hartmann-Bunds. Solche und ähnliche Klagen gibt es schon seit Jahren von Seiten der Ärztelobby. Aber die Realität sieht offenbar deutlich anders aus. Das belegt der Medizinreport 2012, eine Studie der Hochschulinformationssystem GmbH, kurz HIS. Und dafür wurden nicht Medizinstudenten nach ihren Absichten befragt, sondern die HIS-Forscher haben sich angeschaut, was fertige Mediziner nach ihrem Studium tatsächlich machen. Das ist eindeutig eine verlässlichere Datenbasis, und so entlarven diese Ergebnisse viele Alarmmeldungen als pure Propaganda. Anja Braun hat darüber mit Gregor Fabian gesprochen, der an der HIS-Studie beteiligt war.
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Wie Luftschadstoffe auf den Stoffwechsel wirken. Von Ulrike Till. SWR2 Campus vom 19.05.2012.
Rund acht Millionen Deutsche leiden an Diabetes. Und jedes Jahr wird die Krankheit bei 270.000 Bundesbürgern erstmals erkannt. Nach wie vor gelten ein ungesunder Lebensstil, vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel, als Hauptursache dafür, dass der sogenannte Altersdiabetes Typ 2 stetig zunimmt. Doch möglicherweise spielen auch Umweltfaktoren eine größere Rolle als bisher vermutet. Dass bestimmte Pestizide und verschiedene andere Chemikalien das Diabetesrisiko erhöhen, weiß man schon länger - nun mehren sich die Hinweise darauf, dass auch Feinstaub den Insulinhaushalt stören kann. Bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft war das ein zentrales Thema.
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Ein überraschender Erfolg im Kampf gegen Krebs. Von Klaus Herbst. SWR2 Campus vom 19.05.2012.
Anno 1993 hat die amerikanische Wissenschaftszeitschrift science ein Eiweiß zum Molekül des Jahres ernannt, das Protein 53 oder kurz p53. Denn dieses Eiweiß hat für unsere Gesundheit eine überragende Bedeutung. Es passt sozusagen auf, ob in unseren Körperzellen das Erbgut irgendwie verändert worden ist. Durch UV-Strahlen, Viren oder irgendwelche anderen Einflüsse. Ist das der Fall, dann stoppt p53 die Teilung der betroffenen Zelle und setzt Reparaturmechanismen in Gang. Und wenn eine Reparatur nicht möglich ist, sorgt es dafür, dass die Zelle sicherheitshalber Selbstmord begeht, bevor weitere schadhafte Zellen entstehen. So verhindert p53 u. a. das Entstehen von Krebs. Nun kann es aber auch passieren, dass dieses p53 selbst fehlerhaft ist, weil das Gen mit seinem Bauplan beschädigt wurde. Und dann wird es gefährlich. Deshalb suchen Krebsforscher seit langem nach Möglichkeiten, genau an dieser Stelle einzugreifen und diesen körpereigenen Schutzmechanismus wieder in Ordnung zu bringen. Und da sind amerikanische Wissenschaftler nun offenbar einen wesentlichen Schritt weiter gekommen. Klaus Herbst hat mit ihnen gesprochen.
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High-Tech hilft bei degenerativen Netzhauterkrankungen. Von Ulrike Till. SWR2 Campus vom 12.05.2012.
Bei rund einem Viertel aller blinden Menschen sind Schäden an der Netzhaut die Ursache. Der Sehnerv aber, die Datenleitung ins Gehirn, funktioniert noch, und auch jene Hirnareale, die die Signale aus dem Auge verarbeiten, sind noch intakt. In diesen Fällen kann High-Tech-Elektronik dazu beitragen, dass die Betroffenen ihre Umgebung wenigstes schemenhaft wieder wahrnehmen. Pioniere auf diesem Gebiet sind Wissenschaftler an der Universitäts-Augen-Klinik in Tübingen. Auf dem weltgrößten Kongress für Augenforschung in Florida haben sie ihre aktuellen Arbeiten präsentiert. Ulrike Till aber konnte schon vorab im Tübinger Studienzentrum eine ganz neue Methode im praktischen Einsatz anschauen: die Elektrostimulation der Netzhaut: